Mallorca
Mallorca befindet sich im Zentrum des westlichen Mittelmeers und, ebenso wie seine Schwesterninseln, ist und war es die Wunschinsel nicht nur aufgrund seiner strategischen Enklave, sondern auch aufgrund seiner landschaftlichen und klimatischen Bedingungen, die aus ihr ein authentisches Paradies machen, voll von Kontrasten und Schönheit. Es ist die weitläufigste Insel des Balearenarchipels und sie ist geografisch in verschiedene Zonen unterteilt: Serra de Tramuntana, Raiguer, Pla, Migjorn, Nord und Llevant.
Sich an einen mallorquinischen Tisch zu setzen, bedeutet, Vorspeisen wie „cocarrois (gefüllte Pasteten)“, „panades (gefüllte Teigtaschen)“, „pa amb oli (Brot mit Olivenöl)“, „coca de verdura (eine Art Gemüsepizza)“, „coca de pimientos (eine Art Pizza mit Paprika), Trempó-Salat oder Wurstwaren genießen zu können, gefolgt von ersten Gängen wie „arròs brut (Reiseintopf)“, mallorquinische Suppen, gefüllte Auberginen oder „tumbet (Gemüseauflauf)“; weiter geht es mit Fisch –marinierter Fisch, Zackenbarsch nach mallorquinischer Art, Goldmakrele mit Paprikagemüse- oder Fleisch –Schweinelende mit Kohl, Spanferkel, „escaldums (eine Art Geflügelragout)“, Kaninchen mit Zwiebelgemüse -. Und als Nachtisch „ensaimada (Hefeschnecke)“, „gató (Mandelkuchen)“, „cazuela de requesón (Milchspeise)“, begleitet von einem Glas Mandelmilch, „palo (Bitterlikör)“ oder „hierbas (Kräuterlikör)“.
Die Mallorquiner haben traditionsgemäß alle ihre Feste mit einem für diesen Anlass angemessenen Gericht oder Süßspeise begleitet. Einige Beispiele dafür sind: „botifarrones, longanizas (Wurstspezialitäten)“, und „espinagades (Teigtaschen mit Gemüse und Aal)“ zu Ehren von San Antonio; „blaiets“ zu Ehren von San Blai; „ensaimada de tallades (Frühstücksgebäck)“ zum Karneval; „bacalao (Stockfisch)“ in der Fastenzeit; „panades (gefüllte Teigtaschen)“, „crespells und robiols (typische Süßspeisen)“ zu Ostern; „fi deus de vermar (Nudeleintopf mit Lamm und Gemüse)“ und „arròs amb salseta (typisches Reisgericht)“ im Oktober in Binisalem; „buñuelos (Krapfen)“ zu den verschiedenen Heiligen- oder der Santa Úrsula-Feiern oder Spanferkel, Mandelmilch und „coca de turrón“ (süße Spezialität) zu Weihnachten.
Menorca
Am östlichen Ende des Balearenarchipels treffen wir auf Menorca, der Biosphärenreservatinsel, von der UNESCO verliehene Auszeichnung dank Menorcas natürlichen und kulturellen Reichtums. Sie zeichnet sich aus durch ihre zwei wichtigsten Siedlungen: Mahón und Ciutadella.
Einer der interessantesten Aspekte dieser schönen Insel ist die Fülle an archäologischen Resten, die über das gesamte Gebiet verteilt bleiben, wobei jede einzelne Zivilisation, die sie bevölkert hat, protokolliert wird, visueller Unterricht über Menorcas Geschichte, den man unbedingt besuchen sollte.
In Bezug auf die einheimische Küche hat Menorca Ikonen der internationalen Gastronomie wie die „caldereta de langosta (Langusteneintopf)”, den „queso mahonés (Käse aus Mahón)“ oder Gin kreiert und es ist eine Synthese aller Kulturen -arabisch, katalanisch, französisch, englisch- die sich auf der Insel angesiedelt haben.
Als Beispiele typisch menorquinischen Essens sind unter anderem die „oliaigua (Arme-Leute-Suppe)“, die „caldereta de langosta (Langusteneintopf)”, die Auberginen aus dem Ofen und die gefüllten Tintenfische hervorzuheben...
Es werden auch köstliche Desserts hergestellt wie amargos, crespells, und pastissets.
Ibiza
Die Insel der Pinien fasziniert nicht nur wegen ihrer charakteristischen Architektur aus weiß getünchten Wänden, weshalb sie auch die weiße Insel genannt wird, sondern auch weil sie international bekannt ist als einer der zauberhaftesten Orte dieses Planeten, voll an idyllischen Ecken aus privilegierter Natur. Diese Pracht dehnt sich auf die Gastronomie Ibizas aus, die geprägt ist durch das Mittelmeer und die Geschichte, mit einer Süßspeise, die die Erwartungen eines jeden Feinschmeckers übertrifft: flaó, ein exquisiter Kuchen aus Eiern, Frischkäse und Minze.
Auf Ibiza, ebenso wie auf den restlichen Inseln, werden auch spezielle Gerichte für jeden Feiertag gekocht. Am „Dijous Llarder“, an dem Tag an dem der Karneval beginnt, werden „coques amb xinxarrons (Süßspeise)“ gegessen. Während dieser Tage wird der Körper mit Fleisch gefüllt, vor allem Wurstwaren, um sich auf die Fastenzeit vorzubereiten. Und obwohl man kein Fleisch während der Fastenzeit essen darf, werden auf Ibiza gute Alternativen wie „cuinat (auf Grundlage von gekochtem Gemüse)“ und Fisch angeboten. Zu Ostern isst man wieder Fleisch und es beginnt die Zeit der „flaons (Dessert)“. Im Sommer gibt es nichts Besseres als einen „ensalada de crostes (speziellen Salat)“ und im Herbst das Obst zu trocknen, wieder Schlachtfeste zu feiern und mit „pebrassos (Pilzen)“ (esclata-sangs auf Mallorca und rovellons in Katalonien) zu kochen. Und zu Weihnachten gibt es eine besondere Soße bestehend aus Mandeln, Eiern, Fleischbrühe, Zucker, Safran und Honig.